Technik & Fliegen

Wenn zuhause der PC ausfällt, der Staubsauger oder der Fernseher, wenn’s die Waschmaschine nicht mehr tut, die Herdplatte kalt bleibt oder das Auto in die Werkstatt muss, dann ist das ärgerlich und in der Folge oft auch teuer.

Wenn ein Flugzeug wegen einer technischen Störung am Boden bleiben muss, ist das ebenso ärgerlich - und in der Regel um ein vielfaches teurer als die Reparatur  von Haushaltsgeräten. Wenn eine Störung oder ein Schaden jedoch lange Zeit unbemerkt blieb und während des Fluges überraschend auftritt, kann das – je nach Art und Umfang des Schadens – eine erhebliche Gefahr für den Piloten und seine Fluggäste bedeuten.

Jeder verantwortungsbewusste Pilot und Flugzeughalter bemüht sich, potenzielle Gefahren auszuschließen und Risiken so weit wie irgend möglich, von vornherein zu vermeiden.

Dazu gehört, dass die einzelnen technischen Komponenten des Flugzeuges jederzeit zuverlässig funktionieren und das Flugzeug im Ganzen stets sicher betrieben werden kann.

Die Technik von Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten ist äußerst komplex. Es gehört weit mehr dazu, als nur ein zuverlässiger Motor. Die Instrumente im Cockpit müssen genaue Werte anzeigen, auf  Funkgeräte und die Bordelektronik muss Verlass sein,  die Ruderausschläge müssen in bestimmten Toleranzen liegen, die Gewichte und die Gewichtsverteilung müssen stimmen, Reifen und Bremsen müssen in Ordnung sein, Schäden an der Struktur müssen fachgerecht ausgebessert werden, Fallschirme müssen in bestimmten Intervallen neu gepackt werden, Dokumentationen müssen geführt werden, und, und, und…

Ein betriebssicheres Luftfahrzeug oder Luftsportgerät erfordert aufmerksamen und sachkundigen Umgang mit dessen Technik.

Nicht jeder hat die für den Umgang mit Technik notwendige Kompetenz. Und selbst wer aus seiner beruflichen Praxis technische Vorkenntnisse mitbringt, muss sich für Wartungs-und Reparaturarbeiten an Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten trotzdem noch einmal in einem Lehrgang speziell ausbilden lassen und seine theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten zum Abschluss der Ausbildung unter Beweis stellen. Erst dann ist er oder sie berechtigt, im Umfang der Berechtigung verantwortlich an Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten zu arbeiten.

Zusätzlich werden alle Luftfahrzeuge von technischen Prüfern regelmäßig gründlich geprüft.

Die Werkstätten der Vereine, in denen eigenverantwortlich an Flugzeugen gearbeitet wird, unterstehen den Landesverbänden des Deutschen Aero Club e.V., die ihrerseits als Luftfahrttechnische Betriebe lizenziert sind und unter Aufsicht des Luftfahrtbundesamtes stehen.

Spätestens hier sollte es deutlich werden: Die Arbeit an der Technik von Luftfahrzeugen ist keine Bastelei im Hobbykeller. Es werden Vorgaben und Auflagen gestellt an die Qualifikation der mit den Arbeiten befassten Personen, an das verwendete Material, an Arbeitsverfahren, Werkzeug und Werkstatträume.

Der Deutsche Aero Club bildet Luftsportler in eigenen Lehrgängen zu Fachleuten mit den erforderlichen Qualifikationen aus. Er unterhält eine eigene Prüforganisation und hält die vom Gesetzgeber geforderten umfangreichen technischen Dokumentationen vor.  So stellt der Deutsche Aero Club sicher, dass Arbeiten an den Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten seiner Mitgliedsvereine sorgfältig und kompetent ausgeführt werden. Die Werkstätten der Mitgliedsvereine müssen sich wiederholt Überprüfungen des Luftfahrtbundesamtes unterziehen. Wir sind stolz, dass der Deutsche Aero Club mit seinen Landesverbänden und Mitgliedsvereinen vor Ort seit Jahrzehnten das Vertrauen der obersten deutschen Luftfahrtbehörde verdient.

Die dem Deutschen Aero Club angehörenden Vereine stellen mit sorgfältiger, kompetenter  und überprüfter Arbeit  die technische Betriebssicherheit ihrer Luftfahrzeuge und Luftsportgeräte sicher.

Deutscher Aero Club

Landesverband Bremen e.V.